Freitag, 7. Juli 2017

Hinteres Schöneck (3128m): Flora und Fauna statt Aussicht

In den Ort Sulden habe ich mich schon vor einigen Jahren verliebt. Damals ging es mir nur ums Bergsteigen; heute ist für mich auch die Tatsache, dass man sich mitten in einem Nationalpark befindet, von nicht unerheblicher Bedeutung. Und so war dann auch gleich die erste Eingehtour des Urlaubs eher geprägt von wunderbaren Naturbeobachtungen als von bergsteigerischen Höchstleistungen.


Ebenfalls traumhaft an diesem Ort ist, dass man fast alle Touren von der Haustüre aus machen kann: Man steht morgens gemütlich auf, geht noch schnell was einkaufen und startet dann trotzdem deutlich früher als bei den üblichen Touren von zuhause aus - einfach genial.

Los ging's zunächst Richtung Kälberalm. Passenderweise wurden wir auf dem Weg mehrfach von neugierigem Jungvieh regelrecht verfolgt.


Gleichzeitig galt unser Blick allerdings auch dem Wegesrand: Dort blühten die Pflanzen um die Wette und zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Almrausch

Hauswurz

Alpenmargerite

Vom Panorama konnte man das leider nicht behaupten, und so stiegen wir stur der Wolkendecke entgegen.


Am Gipfel gab es entsprechend der Verhältnisse nur ein schnelles Beweisfoto...


... und eine kurze Brotzeit, bevor wir uns wieder an den Abstieg Richtung Düsseldorfer Hütte machten. Dieser gestaltete sich recht kurzweilig, sodass wir es uns nach gefühlt gerade einmal 30 Minuten (in Wirklichkeit war es eine gute Stunde) auf der Hüttenterrasse mit Kaffee und Kuchen gemütlich machen konnten.


Hier ließ das Highlight der Tour nicht lange auf sich warten: Ein Bartgeier zog seine Kreise immer wieder über uns!

Leider hatte ich nur die kleine Kamera dabei...

Nachdem wir diesen majestätischen Anblick ausgiebig genossen hatten, gingen wir gegen 15 Uhr den weiteren Abstieg an. Dieser führte uns entlang des malerischen Bachlaufs im Zaytal, in dessen unmittelbarer Nähe wir zwei Wasseramselreviere ausmachten. Zudem kam die Sonne immer mehr zum Vorschein und heizte uns ordentlich ein - was für ein schöner Abschluss unserer ersten Urlaubstour!

Wasseramselmama füttert Jungtier - Bild vom Folgetag bei erneutem Besuch der Vögel mit der "großen" Kamera


  • Tourdatum: Sonntag, 02.07.2017
  • Zeitbedarf: Mit vielen kleinen Fotostopps 4 Stunden für den Aufstieg; für den Abstieg etwa 3 Stunden
  • Höhenmeter: Knapp 1300

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